Zwei Großväter.
Zwei Seiten.
Eine Familiengeschichte.
Während der streng katholische Rheinländer Paul nach dem Verbot seiner Zeitung heimlich Flugblätter gegen die Herrschaft des braunen Trommlers druckt, kämpft der junge Österreicher Sepp – geprägt von häuslicher Gewalt und ideologischer Verführung – fanatisch für den Anschluss ans Dritte Reich.
Zwei Lebenswege auf entgegengesetzten Seiten der Diktatur: hier der unbeirrbare Widerständler, dort der glühende Mitstreiter.
Als Pauls „Missetaten“ ihn ins Visier der Gestapo bringen, bleibt nur die Flucht. Zur gleichen Zeit wird Sepp, inzwischen im Dienst des deutschen Geheimdienstes, vom französischen Maquis gejagt. Seine blinde Verehrung weicht einer grausigen Erkenntnis – doch gibt es für ihn noch einen Ausweg?
Paul und seine Familie suchen Schutz in einem Dorf am Rand des Hürtgenwaldes – in der Hoffnung, dort das Ende des Krieges zu überleben. Doch statt Befreiung rückt die SS näher, und sie geraten buchstäblich zwischen die Fronten.
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Ein Stolperstein für Agnes Schöner
Bereits während der Recherche zu diesem Roman wurde die Geschichte von Agnes Schöner zu einem eigenen Projekt. Stefan Reichhart initiierte in Würselen die Verlegung eines Stolpersteins für Agnes Schöner, die 1943 im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“ ermordet wurde.
Die Umstände ihres Todes und die heimliche Untersuchung ihres Leichnams gehören zu den historischen Spuren, denen der Autor im Roman nachgegangen ist.
Zum WDR-Beitrag„Aus Nächstenliebe ging sie mit auf den Transport“
Überzeugung, Schuld und Widerstand – erzählt anhand zweier Männer auf entgegengesetzten Seiten der Geschichte.
