Hintergrund
Der Roman beruht auf einer jahrelangen Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte. Im Mittelpunkt stehen zwei Großväter des Autors, die während der NS-Zeit auf unterschiedlichen Seiten standen.
Paul, der rheinische Großvater, geriet wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime ins Visier der Gestapo. Seine Flucht mit der Familie führte schließlich in ein Versteck nahe der Front, wo eine vierzehnköpfige Gruppe wochenlang ausharren musste.
Sepp, der österreichische Großvater, war zunächst überzeugter Nationalsozialist. Er kämpfte für den Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland und geriet später als Angehöriger der Abwehr in Frankreich selbst in eine Lage, in der Gewissheiten brüchig wurden.
Die Recherche zum Roman führte auch zur Verlegung eines Stolpersteins für Agnes Schöner in Würselen. Ihr Schicksal wurde vom WDR in der Stolperstein-Datenbank dokumentiert und in einer kurzen Audio-Story aufgegriffen.
Der Roman verbindet erzählerische Familiengeschichte mit historischen Dokumenten, Fotografien und kommentierenden Anmerkungen.